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In medias res – Historische Köpfe verhandeln moderne Alltagskrisen

Manche Krisen verlangen nach einem Gespräch. Andere nach einer Zigarre, einem freien Sofa und jemandem, der sich vom ersten dramatischen Auftritt nicht beeindrucken lässt.
In diesem Zwischenreich jenseits von Zeit und Raum begegnen sich die Seelen historischer Persönlichkeiten: Philosophen, Dichterinnen, Schriftsteller und Seelenforscher, die zu Lebzeiten selten einer Meinung waren – oder einander nie begegnet sind. Hier dürfen sie miteinander streiten, philosophieren, ihr Herz ausschütten und an Dingen verzweifeln, für die auch ein berühmter Name keine Gebrauchsanweisung liefert.
Denn verhandelt werden die Zumutungen unseres heutigen Alltags: körperliche Veränderungen, erschöpfte Beziehungen, verletzte Eitelkeiten und die Schwierigkeit, einander zu verstehen, obwohl man vermeintlich dieselbe Sprache spricht. Wer große Gedanken hinterlassen hat, muss deshalb noch lange nicht wissen, wie man eine schwierige Nacht zu zweit übersteht.
Die Geschichten verbinden Satire mit psychologischen und gesellschaftlichen Fragen. Ihr Humor soll nicht über menschliches Leiden hinweggehen, sondern einen Zugang zu Themen öffnen, über die wir aus Scham, Unsicherheit oder schlichter Ratlosigkeit oft zu wenig sprechen. Zwischen Übertreibung, schwarzem Humor und leisen Momenten bleibt Raum für Erkenntnisse, die ohne erhobenen Zeigefinger auskommen.
Alle Begegnungen und Gespräche sind frei erfunden. Die historischen Köpfe treten hier weder als unfehlbare Autoritäten noch als bloße Stichwortgeber auf. Sie dürfen irren, sich widersprechen und gelegentlich feststellen, dass ihre klügsten Erklärungen ausgerechnet im eigenen Alltag wenig ausrichten.
In medias res also: mitten hinein ins menschliche Durcheinander.






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