Unter freiem Firmament, wo der Wind die Perücken zerzaust und der Regen den Stolz der Mächtigen zu Pfützen schrumpfen lässt, tummeln sich jene Gestalten, die das Weltgetriebe lieber mit einem spitzen Stock umrunden, als sich ihm zu Füßen zu werfen. Hier wird kein Held auf den Schild gehoben, sondern mit wohlgesetztem Spott vom Sockel gestoßen; große Taten kommen hier meist durchnässt zurück, mit hängenden Schultern, als hätten sie auf dem Weg zur Unsterblichkeit die falsche Abzweigung genommen. Zwischen schweren Vorhängen, abgestandenen Parfümwolken und sorgfältig drapiertem Pseudo‑Pathos nehmen Figuren Platz, die sich an ihren eigenen Legenden verschluckt hatten und nun höflich abserviert werden. Die samtbezogenen Sessel knarzen, wenn ein weiteres Denkmal sich setzt, um in aller Ruhe auseinandergebaut zu werden – nicht aus Bosheit, sondern aus einem gewissen Sinn für Gerechtigkeit im Komischen.
Wer hier eintritt, findet weniger Verehrung als Verrückung: Namen, die anderswo ehrfürchtig geflüstert wurden, gleiten ein Stück zur Seite, damit ihre Schatten sichtbar werden. Man darf lachen, wo bislang nur gestaunt werden sollte, und man darf genauer hinschauen, wo die Geschichte zu schnell von „Größe“ gesprochen hat. Zwischen all den Porträts, Rahmen und Gesten zeigt sich, dass das Heldische oft nur eine sorgfältig ausgeleuchtete Pose war – und dass es eine eigene Art von Würde haben kann, diese Pose mit einem leichten Seitenblick zu lösen.Unter freiem Firmament, wo der Wind die Perücken zerzaust und der Regen den Stolz der Mächtigen zu Pfützen schrumpfen lässt, tummeln sich jene Gestalten, die das Weltgetriebe lieber mit einem spitzen Stock umrunden, als sich ihm zu Füßen zu werfen. Hier wird kein Held auf den Schild gehoben, sondern mit wohlgesetztem Spott vom Sockel gestoßen; große Taten kommen hier meist durchnässt zurück, mit hängenden Schultern, als hätten sie auf dem Weg zur Unsterblichkeit die falsche Abzweigung genommen. Zwischen schweren Vorhängen, abgestandenen Parfümwolken und sorgfältig drapiertem Pseudo‑Pathos nehmen Figuren Platz, die sich an ihren eigenen Legenden verschluckt hatten und nun höflich abserviert werden. Die samtbezogenen Sessel knarzen, wenn ein weiteres Denkmal sich setzt, um in aller Ruhe auseinandergebaut zu werden – nicht aus Bosheit, sondern aus einem gewissen Sinn für Gerechtigkeit im Komischen.
