Hinter diesen Texten steht ein Mensch, der sich hartnäckig weigert, das Leben für eine bloße Abfolge von Rollen, Daten und Verpflichtungen zu halten. Im Vordergrund steht die Frage, wie sich Erfahrungen, Irrtümer und Abgründe so denken und formulieren lassen, dass sie mehr hinterlassen als Anekdoten.
Konventionen, Erwartungshaltungen und das höfliche Funktionieren im Rahmen des Üblichen werden zur Kenntnis genommen, aber selten für letzte Instanzen gehalten. Maßgeblich ist eher die innere Stimmigkeit – auch dann, wenn sie unpraktisch, unzeitgemäß oder gesellschaftlich unhöflich ist. Ein gewisser Hang zu schwarzem Humor und mildem Zynismus ist dabei kaum zu vermeiden.
Schreiben ist in diesem Zusammenhang weniger Beschäftigung als Versuchsanordnung: ein Ort, an dem Wahrnehmung, Widerspruch und gelegentliche Erkenntnis eine Form finden, die über den Augenblick hinausweist.
Am Ende zählt nur das, was bleibt: die beharrliche Persistenz einiger weniger Sätze, die sich der schnellen Einordnung ebenso entziehen wie dem Vergessen.
